29. Juni 2016

Wyk

Geschichte zu Wyk 

1704 erhielt Wyk die Hafengerechtigkeit, zwei Jahre später die Rechte eines Fleckens.[3] Um 1800 hatte Wyk mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. So verringerte sich die Einwohnerzahl von 772 im Jahr 1788 auf 582 (1820), etwa ein Viertel der Gebäude war verfallen.[4]

Im Jahr 1819 wurde Wyk zum ersten Seebad im Herzogtum Schleswig. Zuvor waren 1794 das Ostseebad Heiligendamm und 1797 das ostfriesische Nordseebad Norderney eingerichtet worden. Im ersten Jahr kamen 61 Gäste, 1820 waren es 102, aber erst 1840 über 200. Ab 1842 bis 1847 wählte der dänische König Christian VIII. Wyk für seine Ferien, was zahlreiche neue Touristen brachte. 1844 folgte ihm Hans Christian Andersen, der über das Bad sagte: Ich habe jeden Tag gebadet, und ich muss sagen, es ist das unvergesslichste Wasser, in dem ich gewesen bin. Andersen brachte aber auch die Anreiseprobleme auf den Punkt. Von Hamburg aus über Land musste ein Reisender mit vier Tagen Reisezeit rechnen; per Schiff über Helgoland dauerte es nur zwei, bedeutete aber die Gefahr von Seekrankheit.

1910 erhielt Wyk das Stadtrecht, 1924 wurde Boldixum eingemeindet.

Während der Pogrome im November 1938 gab es Übergriffe auf jüdische Familien, und die Kinder des jüdischen Kinderheimes mussten durch ein Spalier von Föhrer Schülern, die sie beschimpften und bespuckten, die Insel verlassen.[5][6] Kurz vor Kriegsende 1945 bezog die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik (IfL) in Wyk Quartier für das Sommersemester. Sie arbeitete auch nach der Kapitulation weiter und wurde erst am 17. August 1945 geschlossen.

Seit 1950 trägt Wyk den Titel Nordseeheilbad.